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Der Text diese Website zur Sachsengeschichte ist im November 2000 erstmals im Internet veröffentlicht worden. Seitdem sind eine Reihe von E-Mails eingegangen - eine Auswahl aus dem Posteingang ist hier gesammelt.

Hallo,
herzlichen Dank für Ihre tolle Web-Site und die Aufklärung: Nachdem ich im Sommer zwei Bücher von Sabine Ebert  verschlungen habe, habe ich dauernd gedacht, dass irgend was doch nicht passt. bzw ich irgendwas nicht so richtig verstehe. In den Büchern geht es um die Gründung von Freiberg in Sachsen, die dortigen Silberfunde und Markgraf Otto II, der wiederum mit Heinrich dem Löwen, Herzog von Sachsen und Bayern und Friedrich Barbarossa zu tun hat. Da ich aus der Gegend von Hof, in Nordbayern kommen, was ja direkt an Sachsen grenzt, habe ich leichtfertig , wie ich jetzt weiß,  immer das jetztige Bundesland mit dem Namen Sachsen verbunden. - Dies wurde ja allerdings erst da so richtig besiedelt und die sächsichen Herzöge waren dann dauernd in Lüneburg, etc... Irgendwie musste ich mir da jetzt mal Klarheit verschaffen, was mir auf Ihrer WebSite toll gelungen ist. Niedersachsen liegt für uns Franken (nicht Bayern - oder doch?) so weit weg, dass man den sächsischen Anteil im Namen eigentlich gar nicht bewusst wahr nimmt - Bis jetzt jedenfalls nicht! Ich werde mich in der nächsten Zeit auf jeden Fall weiter einlesen und schlauer machen. Geschichte ist doch wirklich sehr spannend.
Am witzigsten finde ich die Tatsache, dass die Sachen, also meine Nachbarn hier um die Ecke eigentlich gar keine Sachsen sind, wobei die doch so stolz darauf sind Sachsen zu sein und auch auf ihren Dialekt, der jetzt gar kein sächsich ist.
C. Hausner, 09. Oktober 2009

Wie ich finde, eine sehr interessante Seite. Leider wissen viele "Nieder"sachsen nichts von ihrer Geschichte und behaupten beispielsweise, daß das Sachsenroß nicht Sachsenroß, sondern Niedersachsenroß hieße. Ähnlich aber auch das Verständnis im Bundesland Sachsen, in dem man sehr stolz darauf ist, ein Sachse zu sein. Als ich in Dresden studierte ärgerte ich des Öfteren die Eingeborenen damit, ihnen zu erklären, daß sie keine Sachsen seien. Ob Niedersachsen besser wieder Sachsen heißen sollte? Ich denke nicht, daß sich dieses realisieren ließe bzw. ob dies überhaupt sinnvoll wäre. Zwischen heute und damals liegen so viele Jahrhunderte und so viel Geschichte. Zumal Niedersachsen auch nur teilweise den Siedlungsraum der Sachsen repräsentiert. Quedlinburg, die Stadt von König Heinrich I., liegt heute in Sachsen-Anhalt. Ebenso meine Heimatstadt, Blankenburg, die einst Lothar von Süpplingenburg gründete und die bis 1945 braunschweigisch war. Ethnisch muß sich auch der Stamm der Sachsen als eine Genese sehe. Cherusker, Sueben, Thüringer, Franken... Der frühdeutsche Stamm der Sachsen war schon ein Gemenge, wenn auch nicht mit einer Ethnogenese der Allamannen oder Bajuwaren zu vergleichen.
M. Knappe, 23. August 2008

Als nicht Sachse sondern Preuße, bin ich von ihrer Seite mehr als nur begeistert. Ihre Informationen über unsere aller Geschichte ist mehr als nur gut, sondern verdient das "Prädikat" wertvoll. Weiter so. Danke.
W. Deutscher, 07. April 2008

Hallo,
ich finde die Seite, auch wenn sie recht reißerisch geschrieben ist, sehr gut. Bei den Meldungen, die andere Besucher geschrieben haben, bin ich immer wieder darauf gestoßen, dass viele meinten, dass die Niedersachsen nichts mehr mit den alten Sachsen zu tun hätten und dass es eine Völkervermischung gegeben hätte. Aber die Neuniedersächsische Sprache (Plattdeutsch) geht genau auf die Altniedersächsische Sprache zurück. Wenn wir also keine Sachsen sind, warum sprechen wir dann immernoch ihre Sprache? Es kann keine großartige Vermischung der Volksstämme gegeben haben, weil sich auch die Sprache nur gering verändert hat. Vielleicht könnten Sie das auf Ihrer Seite noch mal deutlicher herausstellen. Denn wenn andere Völker in einen bestimmten Lebensraum eindrinken, so hat das meistens auch grawierende Auswirkungen auf die Sprache zur Folge. Zum Beispiel hat sich nach der Einwanderung von Bergleuten aus dem Erzgebirge in den Harz, sofort eine hochdeutsche Sprachinsel im sonst niederdeutschem Gebiet gebildet. Zudem wurde das Bundesland Niedersachsen nur deswegen Niedersachsen genannt, weil es eben mit den alten Sachsen in Verbindung steht. Und die Fahne Niedersachsens besteht, wie auch bei den alten Sachsen, aus einem weißen Pferd vor rotem Hintergrund. Vor 1933 wurde auch immer sehr viel Wert darauf gelegt, die Verbindung zu den alten Sachsen aufrechtzuerhalten, so hört man im Niedersachsenlied aus den 20er Jahren noch ganz deutlich, dass man Angehöriger von "Kaiser Widukinds Stamm" ist.
Jan, 13. Oktober 2007

Hallo, ein hervorragender Artikel. Leider denken die Meißner wirklich sie seien Sachsen. Es gibt sogar ein Buch "Die Sachsen vom germanischen Stamm zum Freistaat". Einfach grotesk!!! Bitte erwähnen Sie doch noch in Ihrem Artikel das jenes Landeswappen welches die Meißner führen von einem im Mittelalter ausgestorbenen niedersächsschen Adelsgeschlecht einfach angenommen wurde. Auch heraldisch ist dies ein untragbarer Zustand.
O. Tuchtfeld, 11. August 2007

Die Seite ist zu allererst reißerisch und nur wenig aufklärerisch.
Die Sachsen haben die Thüringer im 6. Jahrhundert miterobert und ihrem Reich teilweise eingegliedert. Von einer Vermischung kann ausgegangen werden, so dass die Thüringer im Stamm der Sachsen aufgingen. Als dann im 9./10. Jahrundert die Slawen im heutigen Ostsachsen (In Nordwestsachsen (Mark Merseburg) lebten Thüringer) unterworden waren, siedelte der sächsische Herzog dort auch Menschen aus dem Herzogtum Sachsen und sowie aus Thüringen an. Damit ist nicht nur der Name sondern auch Bevölkerung gewandert - entgegen der Darstellung auf dieser Seite.
Auch ist die Karte auf dieser Seite, in der suggeriert wird nur der Name sei gewandert eine einzige Peinlichkeit und schlicht falsch. Die hier gezeigte Karte welche das Herzogtum um 1180 zeigen soll: http://www.sachsengeschichte.de/karten/Sachsenkarte2.jpg Eine Karte die den tatsächlichen Umfang des Herzogtums schon um 1000 zeigt: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Herzogtum_Sachsen_1000.PNG
Alex S., 03. August 2007

Antwort an Alex S.:
Die Karte bei sachsengeschichte.de zeigt das Herzogtum Sachsen zur Zeit Heinrichs des Löwen bis 1180. Die genannte Karte bei Wikipedia zeigt das Herzogtum Sachsen zur Zeit der Ottonen um 1000.
Zwischen den beiden Karten liegen 180 Jahre! Beide Karten widersprechen sich daher auch nicht: Der Herrschaftsbereich Heinrichs des Löwen reichte nicht bis ganz an die sogenannte Elbe-Saale-Linie heran (vgl. auch http://www.mittelalter.uni-tuebingen.de/...). Es gehörten also offenbar im 12. Jahrhundert einige Gebiete an der östlichen Grenze nicht weiter zum Herzogtum, die auf der "Jahr-1000-Karte" aus Wikipedia noch zu Sachsen gezählt wurden. Diese Wikipedia-Karte entstammt übrigens einem Schulatlas vom Ende des vorletzten Jahrhunderts (1886). Im Gegensatz dazu gehen manche Historiker in aktuellen Studien davon aus, daß die Ostgrenze des Herzogtums im Südosten nie bis an die Saale heranreichte und auch zur Zeit der Ottonen weiter westlich lag (Springer 1996, 2004). Letztendlich sind das aber nur Details, denn Eines ist sicher: Egal welche Karte, egal welcher Zeitpunkt - das Gebiet des heutigen Bundeslandes Sachsen hat nie zum Stammesherzogtum Sachsen oder gar zum Siedlungsgebiet der Altsachsen gehört.
Natürlich ist es nicht auszuschließen, daß auch der eine oder andere (Nieder-)Sachse im Mittelalter in die Mark Meißen gezogen ist. Doch das ist kein Widerspruch zu der Tatsache, daß es nicht zu einer Art "Völkerwanderung von der Nordseeküste ins Erzgebirge" gekommen ist. Sachsen blieben in Niedersachsen, Holstein, Westfalen und im westlichen Sachsen-Anhalt ansässig. Warum hat denn der heutige sächsische Dialekt keine Ähnlichkeit mit dem auf das Altsächsische zurückgehende Plattdeutsch? Warum wird der heutige sächsische Dialekt hingegen zu den mitteldeutschen Mundarten gezählt, wie auch das Thüringische und Hessische/Rheinfränkische? Weil der übergroße, bestimmende Teil der deutschen Einwanderer in der mittelalterlichen Mark Meißen aus eben diesen thüringisch-hessischen Gebieten kam! (Mit Thüringen ist hierbei der südliche Teil des alten Thüringerreiches gemeint, der in den Auseinandersetzungen im 6. Jahrhundert nicht von den Sachsen erobert wurde, also etwa das heutige Thüringen.)

WOW, sehr interessant!
Ich wage zu behaupten, dass 99,9% der deutschen Bevölkerung keinen Schimmer über die Geschehnisse und Zusammenhänge dieser Zeit haben. Schade, dass solche Wissen nicht zur Schulbildung gehört. Lieber wird den Schülern jahrelang die weimarer republik, der 2. wk und die nachkriegspolitik vorgekaut.
Machen sie weiter so, es gibt gewiß noch viele Dinge zu entdecken.
Rene, 21. Mai 2007

Sollte das heutige Sachsen wieder Meißen heißen? Ich meine, dass zwischen der Besiedlung durch germanische Stämme, sowie deren Vermischung und dem Htm. Meißen schon wieder ein zu großes Zeitfenster liegt, als das die Bezeichnung Meißen dann richtig wäre. Wenn Niedersachsen wieder Sachen heißen soll, dann müßte das heutige Sachsen wohl korrekterweise Miriquidi heißen?
Egal - ich finde die Website und dessen Inhalt hochinteressant und toll geschrieben. An dieser Stelle mein großes Kompliment dazu!
Viele liebe Grüße aus dem Kgr. Sachsen (Dresden)
Ralf Z., 04. Mai 2007

Es wäre sehr schön, wenn das heutige Norddeutschland wieder Sachsen heißen würde. Seit meiner Jugendzeit ist mir durch historische Forschung bewusst, dass ich im alt-sächsischen Stormarn geboren bin und die echten alten Sachsen zum großen Teil meine Vorfahren sind.
M. Wendt, 19. Dezember 2006

Hallo,
habe nach geraumer Zeit mich mal wieder auf Euren Seiten umgeschaut und auch bei den Meinungen. Und da muß ich mal auf die Zeilen vom Schreiber der "Fnord Division" eingehen. Was da so alles als Wahrheit hingestellt wird, ist schon interessant. Sehr gewagt finde ich dessen Meinung, die er bezüglich der Beteiligung der Sachsen an der Zerstörung des Thüringer Königreiches verbreitet. Darin von "lächerlichen" Theorien zu sprechen, ist wohl selbst lächerlich. Mich würde schon mal interessieren, woher der Schreiber sein Wissen schöpft. Ich lasse mich da gerne eines besseren belehren. Aber meines bisherigen Wissens wird die Beteiligung der Sachsen an der fränkischen Invasion seit 529 mit der finalen Schlacht am 1.10.531 von keinem ernstzunehmenden Wissenschaftler und/oder Historiker bestritten (vergleiche dazu Achim Leube, "Die Germanen", Band 2, Akademie-Verlag, Berlin 1986; Prof. Dr. Axel Stelzner, "Geschichte in Daten - Thüringen", Koehler&Amelang, München-Berlin 1995; oder auch Gerhard Wagner "Verwehte Spuren - Die Anfänge der Thüringer Landesgeschichte", Escher-Verlag, Gehren 1999). Die Art der Beteiligung ist nicht ganz klar; darin sind die Quellen widersprüchlich. Aber eine Beteiligung wird klar herausgestellt. Und ab diesem Jahr (531) ist die Grenze zwischen (Alt-)Sachsen und Thüringen (etwa) die Unstrut. Das reicht bis in unsere Zeit (Sachsen-Anhalt - Thüringen). Wie gesagt, wenn mir schlüssig widerlegt werden kann, dass eine Beteiligung der Sachsen am Untergang des bedeutenden Reiches der Thüringer ein historischer Fakt ist, werde ich mich dahingehend revidieren. Ansonsten könnte der Verfasser "Fnord Division" auch etwas dazulernen. Übrigens, dass es keine schriftlichen Belege aus der fraglichen Zeit gibt, ist wohl auch nicht verwunderlich. Im frühen 6. Jahrhundert war das Schrifttum bei den Westgermanen meines Wissens noch nicht so verbreitet, wie etwa später im 8. Jahrhundert. Ich wäre schon daran interessiert zu erfahren, ob von den Sachsen, Franken und Thüringern des 5. und 6. Jahrhunderts überhaupt Schriften überliefert sind, also nicht über sie, sondern von ihnen verfasst. Dann kann man sich vielleicht etwas weniger über fehlende zeitgenössische Schriftstücke wundern.
Im Übrigen finde ich es noch immer nicht ganz korrekt, dass Ihr auf Eurer Sachsen-Seite Sachsen-Anhalt so stiefmütterlich abtut. Sachsen-Anhalt war Bestandteil des Herzogtums Sachsen, besonders im 9. und 10. Jahrhundert, wo weite Teile des heutigen Bundeslandes als ostfälischer Landespart eine hervorgehobene Stellung bei der Etablierung der ottonischen Herrscher innehatte. Magdeburg, Quedlinburg, Merseburg, Halberstadt und viele andere Städte und Orte sind untrennbar mit dem Herzogtum Sachsen verbunden. Kurios ist die Situation für den südlichen Teil von Sachsen-Anhalt. Dieser zählte, was die Gebiete nördlich der Unstrut und westlich der Saale betrifft, eben der altsächsische Hassegau, zum Herzogtum Sachsen. Und später, als die Herrschaft dieser Region an die Wettiner fiel, kam das Land somit an die späteren (Ober-)Sachsen. Man war im Laufe der Geschichte also altsächsisch und neusächsisch. Das kann wohl nicht jeder Landstrich der drei "Sachsenländer" von sich behaupten. Naja, wenigstens war diese Grenzregion ursprünglich thüringisch und ist es bis heute teilweise geblieben (etwa die heutigen Landkreise Weißenfels, Burgenlandkreis, Sangerhausen und das Mansfelder Land; von Zeitz bis Stolberg/Harz). Und mit diesem Abstecher ins thüringische schließt sich der "Kreis" dieser Zeilen mit der urprünglichen Auseinandersetzung mit der aufgegriffenen Lesermeinung. Vielleicht gibt es auch eine Rückmeldung. Standpunkte gibt es sicher diverse.
Viele Grüße, Irminson
Kalle Irminson, 03. Dezember 2006

Ich bin dagegen, Niedersachsen wieder Sachsen zu nennen. Warum?
1.) Ganz einfach, weil es den Stamm der "Sachsen" nicht mehr gibt, und damit die historischen Parallelen hinfällig werden. Die Altsachsen waren ein Stamm, der sich vor vielen Jahrhunderten mit den anderen Stämmen und Ethnien vermischt hat und abwanderte, z.B. nach Italien. Die Niedersachsen die es heute gibt kann man nicht mit dem historischen Stamm der Sachsen gleichsetzen, die sich von der Küste Holsteins aus ausbreiteten. Fakt ist: es gibt heute Niedersachsen, die sich zu großen Teilen auf dem Gebiet befinden, wo sich der historische Großstamm der Saxones aufgehalten hat, deren Hinterlassenschaften sich in der mundartlichen und kulturellen Tradition fortsetzen.
2.) Es gibt immernoch Probleme das man eigentlich nicht wirklich viel über die frühgeschichtlichen Saxones weiß. Man weiß nicht mal, ob es wirklich ein altsächsisches Ostfalen gab, oder wie man sich genau die Grenzen vorzustellen hat. Es halten sich sogar immernoch hartnäckig lächerliche Theorien, welche die letzten Jahre von der Forschung praktisch ausgeschlossen wurden, z.B. eine angebliche Beteiligung der Saxones an dem Untergang des Thüringer Reiches 531 oder das es ein Zentralheiligtum (die Irminsul) gegeben hätte (es gab mehrere, vgl. hierzu Rudolf von Fulda, der von Irminsäul*en* spricht). Da ist alles noch sehr schwammig. Aber das ist vollkommen normal, nur dient es heute lediglich für völkische Romantik, und die hält keiner wissenschaftlichen Betrachtung stand.
3.) Es ist immer so ein Problem mit der Ethnogenese. die Geschichtsschreibung und die Aufnahme von Informationen hingen stark von der emotionalen und geografischen Beziehung des Autors zum Subjekt ab. Für die Römer z.B. waren alles Sachsen, die irgendwie raubend die Nordseeküste langzogen. Was ich damit nochmal zeigen wollte, je mehr man sich mit der Sachsengeschichte auseinandersetzt, um sehr merkt man, wie wenig fassbar diese doch eigentlich ist. Man kann nicht mehr in germanischen Stämmen denken, oder in frühmittelalterlichen Stammesherzogtümer, ganz einfach weil sich die Bevölkerung durch demografische Entwicklungen einfach zu stark verändert hat, so dass man schon ab 1000 nicht mehr von "reinen Altsachsen" ausgehen darf. Genausowenig wie es noch reine Altthüringer gibt, oder reine Baiern. Das sind historische Begrifflichkeiten, die es irgendwann mal gab, die aber ihrer eigenen Bedeutung durch ganz natürliche Entwicklungen verloren haben.
Dürfen sich die Obersachsen nun Sachsen nennen? Natürlich, denn das ist - wie Niedersachsen - eine Bevölkerungsbezeichnung, die man nicht an irgendeinen festen Punkt auf der Zeitlinie der Geschichte festmachen und "zurücksetzen" kann. Das sich Namen verschieben, auch ohne das ein direkter Bevölkerungsaustausch stattfindet, das gab es immer. Die Franken wurden auch nach Herrschaft gebildet. Und bei weitem nicht alle, die man Franken nannte, waren auch Nachfahren dieses Stammes. Das mag vielen patriotischen Niedersachsen ein Dorn im Auge sein, aber sorry - das ist Geschichte.
Wogegen ich hingegen nicht bin, das sind Gründungen von Deuregionen (Deuregiones?) wie sie in der Deuregio Ostfalen stattgefunden hat. So eine Gemeinschaft zur Bewahrung von Heimatgeschichte finde ich sehr reizvoll. Hier muss man nur aufpassen, dass Geschichte nicht zugunsten völkischer Begehren gebeugt wird.
Fnord Division, 14. Juni 2006

Hallo, erstmal Glückwunsch zu dieser gut gemachten und gut redigierten Seite!
Ich habe die Historie, die hier veröffentlicht ist genau gelesen und muss Ihnen in allem, was Sie sagen Recht geben. Wenn man sich die Geschichte in den letzten 2000 Jahren anschaut, dann muss man zu Ihrem Schluss kommen.
Allerdings darf man nie vergessen, was sich in den letzten 500 Jahren abgespielt hat. Hat sich das heutige Sachsen in diesen Jahren nicht zu einem der wirtschaftlich und kulturell wichtigsten Bundesländer im deutschen Sprachkreis entwickelt? Gab es nicht auch viele Sachsen (in Ihrem Sinne vom Herzogtum Meissen), die in den letzten 500 Jahren Geschichte geschrieben haben? Wenn Sie schreiben, daß es nie eine Bevölkerungswanderung vom Niedersächsischen zum (heute) sächsischen gegeben hat, so möchte ich dies in Frage stellen. Speziell Anfang des 20. Jahrhunderts als das heutige Sachsen eines der, wenn nicht das, stärkste Bundesland des deutschen Reichs war, zählt das heutige Sachsen viele Zuwanderungen, auch aus den norddeutschen Gebieten. Sicherlich gab es nach der Teilung Deutschlands nach 1945 weniger Wanderbewegungen, aber der Name "Sachsen" hat das heutige Sachsen über mehr als die letzten 500 Jahre Geschichte begleitet und geprägt, man sollte einem Volk was mit dieser Geschichte aufwächst diesen Namen nicht streitig machen.
...sonst müssten wir wohl auch anfangen und die Engländer dazu zwingen sich "Angelsachsen" zu nennen und die deutsche Sprache, die ja aus dem altsächsisch stammt, zu erlernen.
rgraenitz, 07. Juni 2006

Richtig ist, dass sich im Osterland (Nordsachsen, Raum um Leipzig bis Torgau) Niederdeutsche und Niederländer angesiedelt wurden (der osterländische Dialekt resultiert daraus). Aber ich denke, so wie es in deinem Text anklingt, es geht hier nicht darum darzustellen, wer die besseren Sachsen (oder halt auch nicht) sind.
Das heißt nicht, dass ich das kritiklos sehe. Die ganze Sache hier finde ich theoretisch gesehen sehr wichtig und richtig, aber kritisch sehe ich die Dinge, die ich für historisch nicht korrekt halte (auf sachsengeschichte.de wird immernoch behauptet, dass die Sachsen mit den Franken verbündet die Thüringer besiegt hätten, obwohl es nichtmal eine zeitgenössische Quelle gibt, die von Sachsen in Folge der Auseinandersetzung spricht - es handelt sich dabei wohl um eine sächsische Stammenssage, die von viel späteren, fränkischen und sächsischen Geschichtsschreibern überliefert aufgeschrieben wurde, aber das nur am Rande) und eben die Dinge, die ich aufgrund meiner Erfahrung mit der Archäologie und Geschichte nicht verifizieren kann. Ich denke nicht, das die Ethnogenese ein so starres Gebilde ist, sondern dass sie sich ständig ändert, und das über eine lange Zeit. Deswegen bin ich auch gegen Umbenennungen von Ländern der BRD, denn es sind Länder der BRD und nicht des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen. Seit dem hat sich nunmal einiges geändert, auch demografische Entwicklungen. Das allein "berechtigt" natürlich noch kein Land irgendwelche Namen zu tragen - aber so hat es sich nunmal entwickelt.
Ich vergleiche das immer gerne mit Sprachen. Heute kennen wir z.B. das Mittelhochdeutsche, dessen Grundlagen unter dem Prinzip ermittelt und anhand von Texten teilweise rekonstruiert wurden, um einer mittelalterlichen Hochsprache so nahe wie möglich zu kommen. Es ist nicht die Sprache, die vom mittelalterlichen Volk gesprochen wurde, es ist keine Hochsprache. Lange Rede, kurzer Sinn: Es hat sich entwickelt zu dem Hochdeutsch, das wir heute sprechen. Wie es wirklich gesprochen wurde, davon haben wir nur ein Bild. Wenn ich jetzt einfordern würde, dass wir zurück zum Mittelhochdeutschen gehen, so wie es an den Universitäten gelehrt wird, dann würde das den Bestrebungen des Autoren/Administratoren entsprechen, aus dem Freistaat Sachsen die Mark Meißen zu machen, und Niedersachsen die Bezeichnung für das Stammesherzogtum zu übernehmen.
Fnord Division, 14. Juni 2006

Diese Seite ist ja ein Volltreffer, super, bin ganz erfreut und positiv ueberrascht von der ausfuehrlichen Beschreibung der Hintergruende. Ich stamme aus dem Weser/Ems-Gebiet (also chaukisches Gebiet), bin daher wohl "Vollsaechsin". Ich bin wie viele andere Sachsen vor mir auch ausgewandert, lebe heute in einem Land, in dem eine Abart des Angelsaechsischen (haha) gesprochen wird. So schliesst sich der Kreis... Aber im Ernst, vielen Dank fuer die Muehen, die der Autor sich hier fuer die Allgemeinheit genmacht hat.
Nur eine ganz winzige kritische Anmerkung von meiner Seite: ich persoenlich haette mir noch ein Kapitel ueber die saechsische Religion gewuenscht. Der mir sehr verhasste Sachsenschlaechter wird ja noch heute als "der Grosse" positiv gefuehrt, doch meiner Meinung nach war das nichts anderes als ein Terrorist. Im heutigen Sprachgebrauch kann mann das doch als Terrorismus bezeichnen, wenn ein Herrscher ein anderes Volk ueberfaellt und alle toetet, die nicht zu SEINER Religion ueberteten wollen.
Stellt Euch doch 'mal vor, was waere, wenn irgendein muslimischer Herrscher Europa oder die USA ueberfallen wuerde und alle umbringt, die nicht konvertieren wollen. Das ist doch Terrorismus. Wieso wird das bei Karl (Charlemagne) nicht auch so genannt? Schliesslich hat er genau das und nichts anderes gemacht. Ich kann mich stundenlang aufregen darueber!
albgardis, 09. April 2006

Es ist doch Fakt das das heutige Sachsen diesen Namen viel läanger tägt,desweiteren erstreckte sich das alt germanische Siedlungsgebiet der Sachsen nicht nur über das heutige Niedersachsen sondern über die Niederlande, Hessen,NRW und Schleswig Holstein somit wären das ja auch alles die wahren Sachsen,diese Bezeichnung ist aber heute eher unhaltbar.Desweiteren hat der heutige Freistaat den Namen Sachsen nicht erschlichen es resultierte einfach daraus das der alt germanische Sachsenstamm zerfallen ist bzw sich das damalige Königreich Sachsen aufgelöst hat,qusi gab es dann keine SAchsen in dem Sinne mehr , deswegen ist es nur berechtigt 1423 den Namen Sachsen aufzugreifen. Das heutige NIedersachsen ist doch nur eine Konkursmasse des Freistaat Preußen da man diesen Namen nach dem zweiten Weltkrieg diesen nicht wieder geben sollte kramte man in der Alt-Deutschen Geschichte und wurde mit dem neutralen Namen Niedersachen fündig. Wenn die hier beschriebene Logik auch auf andere Altdeutsche Völker angewand wird ist ein Großteil Bayerns eigentlich Thüringisch und Österreisch Bayerisch. Fakt ist der Name Sachsen bezieht sich Kulturell voll und ganz auf den heutigen Freistaat Sachsen und da dieses Gebiet inzwischen läger als Sachsen bekannt ist sind wir hier wohl die Wahren SACHSEN!
F.G., 19. März 2006

Großes Kompliment an den Webmaster für das Zusammentragen all dieser Fakten.
Als echte Hannöversche habe ich mich irgendwann auch mal mit der Geschichte Hannovers befaßt und war ganz erstaunt als mir nebenbei vermittelt wurde, woher die Niedersachsen ihren Namen haben. Daher war mir nicht neu, daß die Niedersachsen zum Teil von den Altsachsen abstammen und der Freistaat Sachsen seinen Namen der Machtpolitik der Vergangenheit verdankt. Aber so kompakt habe ich das noch nicht gefunden.
Aber ob nun Altsachse oder nicht, in erster Linie bin ich Hannöversch und dann Niedersachse.
stephie, 27. Februar 2006

Diese Seite ist die beste im ganzen Netz!
Ich bin ein absoluter Niedersachsen-Fan und wollte schon immer den Zusammenhang zwischen unsern beiden Länder wissen. Hier habe ich alle Antworten gefunden. Sachade nur, dass so etwas nicht in der Schule gelehrt wird oder zum Allgemeinwissen gehört. Ich danke euch, dass ihr hier die wahre Geschichte der Sachsen -zu denen wir in beiden Bundesländern zählen dürfen- dargestellt habt.
Bastian, 13. Februar 2006

Der Artikel über die Geschichte Sachsens ist sehr informativ und enthält eine Reihe interessanter Fakten. Auch wird die "Wanderung" des Namens für das heutige Bundesland Sachsen gut erklärt. Ich bin Historikerin und habe viel zu Heinrich dem Löwen geforscht und somit ein "Fan" der Sachsen. Doch gefällt mir der etwas abfällige Unterton des Artikels nicht. Es scheint so, als ob die "heutigen" Sachsen sich ihren Namen heimtückisch erschlichen hätten. Dabei gibt es für die Wanderung des Namens ja eine im Artikel selbst dargestellte Erklärung. Außerdem ist es eine Tatsache (und die wird im Artikel unterschlagen), dass viele Kolonialisten aus dem heutigen Niedersachsen in Gebiete des heutigen Sachsens einwanderten und es urbar machten. Eine tolle Leistung übrigens! (ohne Ironie)Der kleine Ort Niederfrohna in der Nähe von Chemnitz wurde zum Beispiel von Niedersachsen besiedelt. Und da die Geschichte der Wettiner auch nicht zu verachten ist, bin ich stolz darauf, eine Sächsin zu sein!
Fromme, 10. Januar 2006

Ich habe die Seite etwa 2003 ausfindig gemacht und irgendwann in meiner Hitliste aufgenommen.Ich selbst stamme aus dem Lipperland und bin sozusagen von einigen Schauplätzen der Sachsengeschichte umgeben.In der "Nähe" der Schauplatz der Süntelschlacht,Theotmali-Detmold oder das angebliche Grab Widukinds in Enger bei Herford.Da ich mich aus diesem Grunde auch etwas für die Frühgeschichte meiner Heimat interessiere,ist diese Seite eigentlich eine Muß für mich. Weiter so!
Andreas, 17. Dezember 2005

Moin,
nu will ick ok in uns ole Sassensprook too di schriewen.Ick mutt segen dat dien Schrievwark hier mi ganz ennich to pass kump un mi dat freut dat sick dor mol een Minschen so feel meu mookt hett, son por sooken in uns Geschicht weller int rechte Licht to setten. ick will di man bloß noch gau verklauchfiddeln,dat Wigmodien nich dat Elbe-Weser-Dreieck wer,sonnern bloß een Deil dorvon.Dor hör nemmich Haduloha ook noch too.Vondoch heet Haduloha Land Hadeln.
Best Greutens an Di un an all aneer Sassens
Gleipnir, 09. März 2005

Sehr interessant und lesefreundlich gemacht. Der geschichtliche Hindergrund ist gut erklärt. Es war mir so gar nicht ganz klar. Prima!
Allerdings habe ich das gefühl, dass Du ziemlich verbissen am Thema hängst. Du lässt keine Gelegenheit aus, auch völlig überflüssigerweise immer wieder zu betonen, das die (meissischen) Sachsen gar keine sind, sondern nur die Mensche , die in Nds. wohnen. Ich finde das alles, was sich in den letzten 1000 Jahren zwischen Welfen, Wettinern, Askaniern etc. abspielte, einfach so auf uns zu übertragen ist ziemlich Quatsch. Die Bewohner der deutschen Lande hat sich dermassen vermischt, dass keiner mehr sicher seien kann, wo die wirklichen wurzeln liegen. Ich wohne im östlichen Niedersachsen auf dem Land, wo sich die Familien ja gut kennen, und wenn ich nur in meiner Gemeinde /ca. 1000 Einwohner) umherschaue, setlle ich fest, dass in ca. 70% der Familien nach dem Krieg ein Flüchtling aus dem deutschen Osten eingeheiratet hat und den Hof übernommen hat. Was ist denn nun mit den sächsichen Niedersachsen? Sind die jetzt Halbpreussen, - pommern, -schlesier, -mecklenburger oder was auch immer?
Hannowald, 23. Januar 2005

Da ich mich sehr für die Geschichte des Sachsenstammes interessiere,bin ich immer wieder froh,auf gute,nicht ideologisch geprägte Geschichtswebsites zu stoßen. Ob die heutigen Lipper / Westfalen / Niedersachsen (ich selbst bin Lipper),ihre Vorfahren im Sachsenvolk haben bezweifel ich aber etwas, da im Laufe der Jahrhunderte Deportation und mehr oder weniger freiwillige Wanderungen übers Land gezogen sind. Unzweifelhaft ist aber,das wir in einer geschichtsträchtigen Gegend leben, die von Arminius bis Widukind allerhand mitgemacht hat.
Snaredrum, 08. Januar 2005

Ich finde es wunderbar, dass hier soviel über deutsche (Stammes-)Geschichte gesammelt zu finden ist. Ich habe mir mein bisheriges Wissen nur stückweise und eher 'zufällig' angeeignet. Meiner Meinung nach sollten solche und ähnliche Themen eine viel größere Bedeutung im Geschichtsunterricht an deutschen Schulen erhalten; bzw. überhaupt erstmal in die Lehrpläne aufgenommen werden.
Marc, 06. April 2004

Hallo,
ich muss wirklich sagen das ich mit höchst interessanten geschichtlichen informationen über hannover und Niedersachsen bedient wurde und diese Seite auch gleich in meiner neuen Homepage verlinkt habe. Hätte nicht gedacht das Sachsen gar keine sind. Das hätten die Prinzen ruhig in Ihrem Hit "alles nur geklaut" auch mal erwähnen sollen. :-))
ShockWave, 03. März 2004

Ganz stark diese Seiten. Endlich mal wieder ein echter Mehrwert im Internet.
Nach meinen Kenntnissen unterscheiden die Sprachwissenschaftler zwischen Dialekt und Mundart. Und das heutige "sächseln" wird (so glaube ich) auch nur als Mundart bezeichnet.
Die "modernere" Geschichte in Europa wurde aber eben von den sog. "heutigen" Sachsen (Wettiner, Polen, Schlesien, Böhmen, Preußen etc.)geprägt, sodaß es sicher immer schwerer wird, diese Geschichte zu vermitteln. Eigentlich sollten unsere Kinder diese Geschichte n der Schule vermittelt bekommen. Aber das ist ein anderes Thema...;-(
Steffen, 10. Februar 2004

Hei,
ich bin immer noch am lesen und Deine Seiten begeistern mich immer mehr. Mit einem lächeln im Gesicht lerne ich hier mit Freuden einen Teil der Geschichte kennen, die mir in meinen 54 Jahren noch nie nahegelegt wurde.
Danke!
Horst, 01. Januar 2004

Jetzt ging mir ja ein ganzer Kronleuchter an. Als gebürtiger Westfale bin ich ja eigentlich ein Sachse, oder?? Seit 13 Jahren lebe ich in Leipzig, also wieder Sachse !! Sachse bleibt Sachse, egal wo! das ist ware Sachsengeschichte. Aber Spaß beiseite. Ich werde deine Seite auf meiner Homepage linken, denn es macht Spaß, die Hintergründe zu lesen.
Peter, 25. August 2003

Wirklich, ein gut recherchierter Beitrag - daher einfach sehr informativ - gerade für einen Bewohner des heutigen (Bundes-) Landes Sachsen. Nur die Schlußfolgerung erscheint etwas eigenwillig und unrealistisch, ist sicher aber auch nicht allzu ernst gemeint. Wir heutigen Sachsen folgen in unserem unverwechselbarem Selbstverständnis jedoch kaum nur dem Namen nach. Mit Ausnahme von "Meißen", denn das ist eine Stadt, können wir uns vieles vorstellen, dabei genauso eine (Namens-) Beziehung zum Hause Wettin, wie auch ein Großsachsen nach einer Länderreform (Zusammenschluß mit Thüringen und der Süden v. Sachsen-Anhalt) - eines können wir uns jedoch nicht vorstellen, daß wir gar nicht und überhaupt nie wieder einen König haben werden. Aus diesem Grunde wurde unser letzter Ministerpräsident im Volksmund auch "Genich Gurd" genannt.... Insofern ist der Name eigentlich nicht so wichtig, aber er ist inzwischen historisch - und nicht umsonst weltbekannt.
Axel, 27. Mai 2003

Tja, die alten Sachsen...
Daß das heutige Sachsen nix mit dem alten Sachsenstamme zu tun hat, dürfte eigentlich jedem klar sein, der im Geschichtsunterricht nicht nur gepennt hat. Daß der Landesname mit den Herrschern "rutscht" ist ja in der deutschen Geschichte nicht einmalig (oder was sagen da die Oberpfälzer?). Aber was soll's; ich (als "alter" Ober-Sachse) ärgere mich auch jedesmal, wenn in einer Dresdner Buchhandlung Literatur über die alten Sachsen unter Regionalia zu finden ist.
Da wir sicher die derzeitigen Landesbezeichnungen nicht ändern können (und eigentlich auch nicht wirklich wollen) wäre doch ein "Zusammenrücken" aller Sachsen - also (Ober-)Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Angelsachsen ... ganz gut, oder?
Viele Grüße aus der (einzigen)sächsischen Hauptstadt - Dresden!
Andreas, 26. April 2003

Dies ist endlich eine ausführliche und sehr zufriedenstellende Richtigstellung verdrehter Tatsachen.Ich bin begeistert und kann nun all den Spöttern,die behaupten Westfalen habe doch nichts mit den Sachsen zu tun diesen Artikel vor die Nase halten.
Schrat, 23. August 2002

Bravo, bravo, bravo! Hier findet jeder wahre Sachse, der geschichtsbewusst ist, Informationen zur Historie seines Volkes. Vor allem sollten die Meißner endlich ihr Pseudonym ablegen und wir Norddeutsche endlich wieder Sachsen heißen.
Martin, 14. August 2002

Ich finde Deine Seite im großen und ganzen sehr interessant. Schön finde ich vorallem, dass endlich mal ein Niedersachse sich zu seinen geschichtlichen Wurzeln bekennt und somit vorallem seinen Landsleuten klar macht das sie auch "nur" Sachsen sind.
Ich finde es allerdings etwas schade, dass Du das alte Sachsen fast ausschließlich in den Grenzen des heutigen Niedersachsens ansiedelst ohne die m.E. für Sachsen wichtigen Gebiete des heutigen Sachsen-Anhalts nur im geringsten zu erwähnen. Denn ich möchte daran erinnern, dass nicht das noch so stolze Braunschweig Lieblingssitz der sächsischen Ottonen war, sondern Quedlinburg (wo man heute noch zum Teil Plattdeutsch spricht und nicht wie von vielen Niedersachsen angenommen wird "kaffeesächsisch")und das die Entscheidungsschlacht der aufständischen Sachsen im Feb. 1115 gegen Heinrich V. nicht im heutigen Niedersachsen, sondern in Welfesholz im heutigen Sachsen-Anhalt stattgefunden hat. Deine Darstellung der Welfen als allein Anspruchsberechtigte auf das Herzogtum Sachsen noch vor den Askaniern vermag ich nicht zu teilen, womit ich mich wohl gerade mit dem Großteil der geschichtsgebildeten Bevölkerung Braunschweigs angelegt haben werde. :-).
Schöne Grüße aus Ostfalen
Torsten, 02. Juli 2002

Endlich! Danke für Deine Seite. Da meine Mutter aus Ostfriesland, mein Opa aus Westfalen und meine Oma aus dem Oldenburger Raum stammt, habe ich Gelegenheit gehabt, meine Muttersprache zu hören. Die "Sachsen" in Sachsen haben weder Ortsnamen, noch (Umgangs-)sprache mit uns gemein. Warum verstehen wir die Angelländer und Nord-, Ost-, und Westfriesen besser als die Bayern? Und warum haben die Norddeutschen immer noch Ihre Probleme mit den Bajuwarischen und Fränkischen Vettern? Wo sagt man den sonst noch Moin Moin? Warum haben die neuen Sachsen das Roß in Ihrem Wappen in Verden vergessen? Also, ich denke, man bräuchte für Zweifler keine Geschichtsbücher hervorzuholen, ist das offentsichtliche nicht Beweis genug? Besondere Grüße an alle "de Beers, Olthoffs und Haeveschers" diesseits und jenseits des Kanals.
Klaas, 08. April 2002

WOW!!!! Wirklich sehr gelungen!!!!! Endlich wurde etwas Wahres verbreitet!!!!! Hut Ab!!! Hat Spass gemacht!!!! M.G. aus Ostfalen/SACHSEN!!!!
Marcus, 26. Februar 2002

Wann begreifen die Leute mal, dass wir Sachsen nicht nur in Niedersachsen leben ? Natürlich ist Niedersachsen ein Kunstgebilde, dass von Alliierten geschaffen wurde, die keine Ahnung von deutscher Geschichte hatten. Die längste Zeit wurden wir Sachsen genannt. Der Name Sachsen ist heute nur ein dynastischer. Was haltet ihr von dem Namen Mark Meißen? Im Prinzip wäre es sowieso besser, wenn man nur die alten Stammesherzogtümer als Bundesländerhätte, denn dann gäbe es weniger Wahlen,dem Volk würde nicht so viel "Honig ums Maul" geschmiert werden und Ungerechtigkeiten wie in NRW wären aus der Welt geschafft. Das heutige Sachsen war eine Mark, d.h. es wanderten Menschen aus allen Gegenden des Reiches. Deutschland (wie in deinem Text) ist absolut willkürlich aus dem östlichen Teil des Frankenreiches entstanden.Hätte Karl d. Große die Sachsen nicht doch noch besiegt, wäre Sachsen vielleicht ein Staat wie Dänemark geworden.Insofern gehört Sachsen als letzte große Eroberung Karls nicht so lange zum Heiligen Römischen Reich bzw. seinen Vorgängern wie z.B. Franken, Schwaben oder Bayern. Bis ins 12. Jahrhundert (1066 Hastings) konnten Sachsen (die echten) sich mit Engländern verstehen, jedoch nur schwer mit Bayern.
jaern, 21. Februar 2002

dar hebb ji rech, de Sassen suend wi, also ok de holsteener un ik begrip bet voendaags ni waaroem Brunswik op hochduetsch "Braunschweig" heet un Holsten "Holstein", wi schoellt ok de olen stedenaams wedher bruken, ok foer dat Utland suend de sassischen Naams veel lichter ut tospreken as de Hochduetschen. maak ji man wieter so! groeten ut wistedh in holsten !
Helge, 07. September 2001

Sehr interessant und informativ. Vor allem die Ausführungen über die heutige "sächsische" Sprache waren für mich sehr interessant, da ich vor kurzen erstmals in Nordhessen war und mich fragte, warum die da alle "sächseln" Nu weiß ichs, nicht der Hesse sächselt, der Meißner hesselt! Wer hätte das gedacht! ;o)
Frank, 07. September 2001

Ich finde Ihre These sehr interessant und wichtig. Sie stimmt auch im Großen und Ganzen mit meiner eigenen überein. Allerdings finde ich es etwas zu stark, wenn sie argumentieren, dass echte Sachsen nur im Land Niedersachsen zu finden sind. Erstmal muss man wohl auch zumindest Hamburger und Bremer dazuzählen, meiner Meinung nach auch diejenigen Westfalen, Ostfalen, Nordhessen und Bewohner der östlichen niederländischen Provinzen, die von Haus aus echt-sächsische ("niederdeutsche/plattdeutsche") Dialekte sprechen. Auch dürften viele Schleswig-Holsteiner und Nordostdeutsche dazugehören, da sie zumindest teilweise von Sachsen abstammen und echt-sächsische Sprache und Kultur pflegen, obzwar im Falle der Ersten mit jütischer, anglischer, nordfriesischer und westslawischer Beimischung, und im Falle der Letzteren zumeist mit westslawischer Beimischung. Auch viele echt-sächsisch-sprechende Bewohner des Landes Niedersachsen sind nur teilweise sächsischer Herkunft, von deutscher (d.h. südlicher) Beimischung einmal ganz zu schweigen. So sind beispielsweise die Ostfriesen, Emsländer, Groninger und die Bewohner des östlichen Teils der niederländischen Provinz Fryslân (Friesland) vorwiegend zumindest kulturell und wohl auch ethnisch Friesen, die ihre friesischen Dialekte verloren und die niedersächsische Sprache angenommen haben, wobei die Ostfriesen und Groninger unsere Sachsensprache treuer hegen und pflegen als andere Norddeutsche und Ostniederländer.
Ich finde, es kommt darauf an, wie man ethnische Zugehörigkeit definiert. Ich definiere sie als ethnische Selbsbezeichnung und Pflege einer gewissen Kultur und Sprache. Sächsische Kultur und Sprache und somit meiner Meinung nach sächsische Volkszugehörigkeit haben sich von der Niederelbe aus ausgebreitet. Ich stimme mit Ihrer Meinung überein, dass die Bewohner des heutigen Landes Sachsen nicht dazugehören, bin aber nicht der Meinung, dass nur die Bewohner des urprünglichen, engen Kerngebiets echte Sachsen sind. Ich bin Hamburger, bezeichne mich aber auch selber als ("echter") Sachse und pflege und fördere das Niedersächsische ("Plattdeutsche") als meine ererbte Sachsensprache.
R. Hahn, 01. September 2001



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